Über das Mindesthaltbarkeitsdatum

Man sieht es immer öfter auf manchen Lebensmitteln neben dem Mindesthaltbarkeitsdatum stehen: „oft länger frisch“. Das gilt besonders für unsere Produkte.

Durch den hohen Salzgehalt und dem niedrigen pH-Wert besteht bei unseren Produkten keine Gefahr, dass sie in irgendeiner Weise gesundheitsschädlich werden.

Die einzige relevante Gefahr ist, dass das geöffnete Miso Schimmel ansetzt. Aber auch diese Gefahr ist relativ gering, denn Schimmel wächst auf fertigem Miso ohnehin nicht gut. Zudem braucht Schimmel immer Sauerstoff, um überhaupt wachsen zu können – das ist auch ein Grund, weshalb wir unser Miso in Beuteln verpacken. Mit dieser Verpackung kann der Sauerstoffkontakt minimiert werden.

Aber wieso haben wir dann ein Mindesthaltbarkeitsdatum?

Einerseits sind wir natürlich gesetzlich dazu verpflichtet, ein MHD anzugeben. Andererseits verändern sich unsere Produkte über die Zeit hinweg, und sie werden immer dunkler und dunkler, und die Produkte verändern ihren Geschmack und Charakter.

(Das liegt an der Maillard Reaktion. Das ist die selbe Bräunungs-Reaktion, die auch im Backrohr stattfindet, nur halt um einiges schneller. Bei den Misos und Shoyus geht diese Reaktion in Zeitlupe voran. Ab einem gewissen Grad wird dieser Geschmack so stark, dass es fast ein wenig „verbrannt“ oder stark malzig schmecken kann.)

Das führt dazu, dass die Produkte geschmacklich nicht mehr dem entsprechen, was wir uns vorstellen.

Das MHD stellt also eigentlich ein „Verkaufen vor-“ Datum dar, als den Tag ab dem die Produkte womöglich gesundheitsschädlich werden.

Wenn also eine Shoyu oder ein Miso bei euch zuhause das MHD überschreitet – keine Sorge, man kann das Produkt noch bedenkenlos verwenden 🙂

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